Über Kirche und Kommunikation live im Netz

Gestern nahm ich auf Einladung der Akademie der Diözese Würzburg (Domschule) an einer Podiumsdiskussion über die Kunst des Dialogs teil. Die Veranstaltung wurde von einem Redakteur des Bayerischen Rundfunks moderiert und per Fernsehkameras live ins Internet übertragen. Das Besondere: Nutzer konnten sich per Chat an der Diskussion beteiligen. Zudem gab die Redaktion Kommentare und Fragen direkt ans Podium weiter.

Während das Thema „Dialog“ zunächst sehr allgemein und aus der jeweiligen Sicht der anwesenden Experten besprochen wurde, ging es bald um das Engagement der katholischen Kirche im Social Web. Insbesondere mit dem Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann diskutierte ich über die Herausforderungen, die das Mitmach-Web für die Kirche bereithält. Außerdem debattierten wir engagiert über den von der Deutschen Bischofskonferenz im Juli in Mannheim angestoßenen Dialogprozess. Das mit freundlicher Genehmigung der Diözese Würzburg erstellte Video in diesem Blog fasst diese Punkte noch einmal zusammen.

Mehr über die Veranstaltung und die weiteren Teilnehmer finden sich auf der Website dialogisch.net. Dort kann man auch eine Aufzeichnung des rund eineinhalbstündigen Live Streams ansehen.

Nachfolgend noch ein paar Äußerungen aus dem Chat, die sich auf den Video-Zusammenschnitt in diesem Blog beziehen:

[…]

(20:06) zosch: Ich glaube, der Herr Faust ist der einzige auf dem Podium der Ahnung von der Materie hat

[…]

(20:06)johannes.schenkel: Was halten Sie von der Tatsache, dass wir Ihre Fragen gerade in die Runde gebracht haben?

(20:07)zosch: Ist gut

(20:07)System: Bruder Martin geht aus dem Chat.

(20:07)Ursula: Find ich auch super

(20:07)MatthiasS: Gut!

(20:07)zosch: Bin gespannt auf die Antworten

(20:07)@kilianmartin: @johannes.schenkel: Sehr gut! Allerdings hätte man die Fragen auch komplett vorlesen können.

[…]

(20:09)@kilianmartin: Ich möchte dem Herrn Faust nochmal zustimmen. Ich glaube den Podiums-Teilnehmer ist nicht bewusst, wie viel kirchliche und Glaubensinhalte heute schon online sind. Man schaue sich nur mal evangelisch.de an, oder godnews.de, oder citykirche-schweinfurt.de, oder sonstwas.

[…]

(20:10)@kilianmartin: @johannes.schenkel: Präsenz! Es gibt bspw. so gut wie keine, umfangreiche Vertretung des Bistums bei twitter. Leider.

(20:10)Ursula: Hier gehts doch nicht nur um die Jugend

(20:10)johannes.schenkel: @colin: sicher nicht. Nur wird web 2.0 bis heute mit Jugend gerne gleichgesetzt.

[…]

(20:12)quest: Was ich von der Kirche brauche: Die aktzeptans das ich an Gott glaube aber nicht an manch alte Tradition. Der Gottesdienst dauert eine Stunde. eine Stunde ist für einen Jugendlichen so viel. Wo sind die „neuen Medien“ im Gottes dienst. Warum läuft ein Gottesdienst immer gleich ab? Warum kann ich nicht während eines Gottesdienstes diskutieren

(20:12)johannes.schenkel: Die katholische Kirche hängt sicherlich hinterher, aber holt auf.

[…]

(20:17)zosch: Schade, meine Frage ob die Podiumsteilnehmer das DBK Papier kennen, wird wohl nicht beantwortet. Da stehen eigentlich spannende Dinge drin.

(20:17)quest: in einem Dialog möchte ich MEINE standpunkt und den stanpunkt der KIRCHE diskutieren können.

[…]

(20:32)@kilianmartin: Herr Faust hat mit seiner Rede vom Geburtsfehler des Prozesses absolut recht!

[…]

(20:45)zosch: Herr Faust hat es verstanden mit dem Dialog

(20:45)zosch: und dem Problem in der katholischen Kirche

[…]

(20:45)Johanna: Herr Faust spricht mir gerade aus der Seele.

(20:45)System: Ursula kommt hinein.

(20:46)quest: ohh ja ich denke einigen

[…]

(20:46)Colin: Könnte Herr Faust hier in das Team des Dialogprozesses eingebunden werden?

[…]

(20:47)@kilianmartin: Der Bischof tut mir leid. Herr Faust hat recht. Der Bischof aber auch. Blöde Situation.

[…]

(20:55)zosch: Oh – das Internet wischt die katholsiche Diktatur weg – hui, das ist mal ne Aussage

(20:56)quest: 😀

(20:57)zosch: Das gäb es im Fernsehen nicht – die machen pünktlich Schluss

(20:57)System: MuellerR kommt hinein.

(20:57)Alba: bis demnächst…

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