Pioniere bauen Straße nach Sarajevo

Am zweiten Tag der Journalistentour durch das ehemalige Jugoslawien flogen wir heute* mit einer CH-53 von Trogir in die bosnische Ortschaft Ustikolina. Dort bauen 418 Pioniere einen Teilabschnitt einer neuen Straße von der bosnischen Hauptstadt Sarajevo nach Goražde am Fluß Drina. Im Dayton-Abkommen wurde vereinbart, dass durch diese neue Straße beide bosnischen Städte innerhalb des Territoriums der Föderation Bosnien und Herzegowina verbunden sind. Bislang gibt es nur eine Verbindung, die über das Gebiet der serbischen Republik (Republika Srpska) führt.

Der von den deutschen Pionieren errichtete Teilabschnitt liegt zwischen Ustikolina und dem rund 16 Kilometer entfernten Weiler Jabuka. Mit einem Unimog fuhren wir diese Strecke hin und zurück. Eine der Herausforderungen für die Straßenbau-Ingenieure bestand darin, in Ustikolina ca. 100 Höhenmeter zu überwinden. Um beim Baggern nicht durch Minen gefährdet zu werden, wird ein Pionierpanzer „Dachs“ eingesetzt, der unter anderem an seinem Teleskoparm mit so genanntem Tieflöffel sowie an seinem Räum- und Stützschild zu erkennen ist. In Jabuka errichten die Pioniere auch eine Brücke über einen kleinen Fluss. Zur Befestigung befüllen sie Drahtkörbe mit Schotter (vgl. Foto). Die weitere Strecke von Jabuka nach Sarajevo bauen übrigens portugiesische Pioniere weiter.

Fotos: Faust

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*Dieser Eintrag wurde nachträglich im August 2014 hinzugefügt.

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